https://doi.org/10.31648/ep.12149
Festessen, Vergnügungen und Erholung waren wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens im Polen des 17. Jahrhunderts. Natürlich taten dies Bauern, Bürger und Adlige in einem anderen Ausmaß als der Königshof und die dort versammelte Aristokratie. Ausländer, die sich in Polen aufhielten, verfolgten solche Situationen aufmerksam und beschrieben oftmals die von ihnen beobachteten Ereignisse in ihren Tagebüchern und Memoiren. Ausländer bemerkten die Besonderheiten des Feierns und auch des Ausruhens, das auf viele Arten verstanden werden konnte – vom Schlaf bis hin zu ausgelassenen Festen und Tafelfreuden, von der Ruhe des heimischen Herdes bis hin zu Jagden und Galoppaden. Diplomaten und Politiker schenkten auch den auf ihren Reisen besuchten Gasthöfen und Raststätten Aufmerksamkeit. Die Reisenden interessierten sich auch für die Erholung in ihren verschiedenen Formen – von der körperlichen, also dem gewöhnlichen Schlafengehen, bis hin zur metaphysischen Erholung der Sinne und des Geistes. In ihren Beschreibungen hoben sie auch die Erholungsorte rund um die königlichen oder aristokratischen Residenzen, meist Gärten, hervor. All diese Elemente werden im Mittelpunkt der Überlegungen stehen, wobei es in diesem Zusammenhang interessant ist, darüber nachzudenken, ob es eine gemeinsame Sichtweise auf die beschriebenen Phänomene gab, ob Unterschiede wahrgenommen wurden und wenn ja, in welcher Hinsicht und wie die beobachteten Ereignisse beschrieben wurden.
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