Veröffentlicht am: 2025-12-15

Eine Persönlichkeit des „zweiten Plans” in der Geschichte – Der Fall Boris Starks

Vitaliy Andryeyev , Svitlana Andryeyeva
Echa Przeszłości
Rubrik: BEITRÄGE UND ABHANDLUNGEN
https://doi.org/10.31648/ep.12157

Abstract

Die vorliegende Studie rekonstruiert die Biografie eines Nachkommen der be­rühmten Familie der Militärelite des Russischen Reiches, B. H. Starks (1909–1996). Der gebürtige Russe lebte lange Zeit in Paris, erhielt 1946 die sowjetische Staatsbürgerschaft und kehrte 1952 mit seiner Familie in die UdSSR zurück, wo er seine Karriere als orthodoxer Geistlicher fortsetzte. Auf der Grund­lage von Materialien aus dem Archiv der Staatssicherheit der Ukraine (Kiew, Ukraine) wurde auf seine Beteiligung an sowjetischen Propagandaaktivitäten, seine Zusammenarbeit mit dem Komitee für Staatssicherheit (russ. KGB) und die Aktivitäten des „Komitees für die Rückkehr in die Heimat” hingewiesen, insbesondere auf eine Episode aus dem Jahr 1956 während seiner Dienstzeit in Cherson. Inmitten der sozialen und geopolitischen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts vertrat Boris Stark eine konformistische Lebenseinstellung, versuchte jedoch, seine Kontakte zum KGB zum Wohle der Kirche zu nutzen. Der Fall Boris Stark zeigt die vielfältigen Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Untersuchung von Persönlich­keiten des „zweiten Plans” in der Geschichte und der Verbindung des Individuums mit den Massen, aber auch des Menschen mit dem sozialen Umfeld seiner Zeit.

Schlagworte:

Hohepriester Boris Stark, Repatriierung, Staatssicherheitskomitee, eine Persönlichkeit des „zweiten Plans” in der Geschichte

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Zitierregeln

Andryeyev, V., & Andryeyeva, S. (2025). Eine Persönlichkeit des „zweiten Plans” in der Geschichte – Der Fall Boris Starks. Echa Przeszłości, (XXVI/2), 245–262. https://doi.org/10.31648/ep.12157

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