„Spieglein, Spieglein an der Wand […]“ – Wenn die Märchenwelt die Zeitgrenze überschreitet und die Gegenwart im grimmschen Spiegel der gegenwärtigen Karikatur betrachten lässt
Małgorzata Derecka
Uniwersytet Warmińsko-Mazurski w Olsztynie UWMhttps://orcid.org/0000-0002-4971-5782
Аннотация
Der vorliegende Beitrag untersucht die Verbindung von Wort und Bild in politischen Karikaturen, basierend auf dem berühmten Satz „Spieglein, Spieglein an der Wand […]“ aus dem Märchen „Schneewittchen“ der Gebrüder Grimm. Ziel der Untersuchung ist es, zu zeigen, wie ein einzelner, spielerisch-märchenhafter Ausdruck als Kommentar zur politischen Realität der letzten Jahre genutzt wird und welche sprachlichen und bildlichen Strategien dabei angewendet werden. Der Artikel beleuchtet, inwiefern dieser ikonische Märchensatz als sprachliches Mittel in Karikaturen eingesetzt wird, um gesellschaftliche und politische Ereignisse zu reflektieren und zugleich Kritik zu üben. Die Methode der linguistischen Analyse des Satzes in verschiedenen Karikaturen ermöglicht eine detaillierte Betrachtung der verwendeten Stilmittel, der Ironie und der kulturellen Konnotationen, die den Humor und die Aussagekraft der Karikatur verstärken. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verbindung bekannter Märchenzitate mit politischen Themen eine kraftvolle Wirkung erzielt, die das Verständnis und die Relevanz der Darstellung erhöht. Damit liefert der Beitrag neue Einsichten in die Rolle der Märchensprache als kritisches und kreatives Element der politischen Karikatur.
Ключевые слова:
politische Karikatur, Grimm, Spieglein, Kritik, kulturelle KonnotationenБиблиографические ссылки
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Uniwersytet Warmińsko-Mazurski w Olsztynie UWM
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